Förster will eine Revision

Zwei Jahre und zehn Monate Haftstrafe wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen, Missbrauchs Widerstandsunfähiger, heimlicher Bildaufnahmen sowie wegen des Besitzes von Kinderpornos lautete vor Wochenfrist das Urteil des Augsburger Landgerichts gegen den ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Linus Förster (wir berichteten).

 Nun gab Walter Rubach, der Anwalt des 52-Jährigen, bekannt, dass er fristgerecht binnen einer Woche gegen das Urteil Revision eingelegt habe. Förster sei zwar mit der Höhe der Strafe einverstanden, nicht aber mit der Urteilsbegründung: „Es gab Aussagen im Urteil, die aus Sicht unseres Mandanten nicht zutreffen“, wird Rubach zitiert. Ob diese Revision schließlich weiterverfolgt wird, wollen Rubach und Förster von der schriftlichen Urteilsbegründung abhängig machen, die noch nicht vorlag. Anfechten kann das Urteil freilich auch die Staatsanwaltschaft, die ursprünglich sogar elf Monate mehr gefordert hatte. Ob sie das getan hat, ist noch nicht öffentlich bekanntgegeben worden.