FCA: Gegen Bayern "nur" 0:3

Nix zu holen in München. FC Augsburg kämpft vergebens aber blickt schon wieder nach vorne

"Das war ein Klassenunterschied"

Der Schuldige war nach der 0:3-Niederlage gegen die Bayern schnell gefunden: Caiuby. Der Linksfuß konnte vor dem 0:1 nicht entscheidend klären und vor dem zweiten Gegentor ließ er sich zu einfach den Ball wegnehmen.
Doch beim FCA ist man eine Mannschaft, deswegen äußerten sich sowohl Mitspieler wie auch Trainer schützend zum Augsburger Brasilianer. „Vor dem zweiten Tor war die Situation sehr unglücklich. Man hätte nach hinten verlagern können, aber dann geht es zu schnell und die Bayern machen das Tor“, analysierte Rani Khedira noch im sky-Interview, während Jeffrey Gouweleeuw noch emotional kochte: „Das Gegentor haben wir uns selbst zuzuschreiben. Du kannst gegen die Bayern verlieren, aber du musst hoffen, dass du möglichst lange die Null hältst. Das war nicht der Fall. Aber gut war, dass wir nicht aufgegeben haben.“


Auch Trainer Manuel Baum war nicht unzufrieden mit der Leistung. „Die Art und Weise wie wir die Tore kassiert haben, das ärgert mich. Wir haben insgesamt aber gut verteidigt, aber nach dem 0:3 war die Luft raus.“ Und wie sieht der Trainer Unglücksraben Caiuby? „Beim ersten Tor kann er den Ball mit Glück besser klären und beim zweiten verliert er den Ball und dann geht’s ab.“
Pechvogel Caiuby nahm zumindest das 0:2 auf seine Kappe: „Das zweite Tor war nicht gut von mir, aber beim ersten ging es zu schnell. Ich wollte den Ball wegschlagen, aber das hat nicht ganz geklappt.“ Aufmunterungsarbeit leistete Michael Gregoritsch: „Wir sind eine Mannschaft. Wir sind da, ihn aufzufangen. Natürlich ist Caiuby enttäuscht und wir sind es auch, aber ich hatte hier schon Spiele wo ich mit 0:5 und 0:8 aus dem Stadion geschossen wurde. Deswegen war die Leistung gegen die Bayern okay. Die haben nicht umsonst acht Siege in Folge geholt. Und außerdem haben sie mit Robert Lewandowski einen der besten Stürmer der Welt. Der kommt mir in der Diskussion um Messi, Ronaldo oder Neymar immer zu kurz. Der hat nach zwölf Spieltagen schon 13 Treffer. Das ist schon ein Guter.“


Tatsächlich spielt der polnische Star sehr gerne gegen Augsburg: Im 13. Duell waren es bereits die Treffer 17 und 18 gegen den FCA! Daher sprach auch Marwin Hitz von einem „Klassenunterschied“ und erklärte die Pleite anschließend: „Wir haben uns mehr vorgenommen, aber jedes Mal, wenn wir den Ball gewonnen haben, haben wir ihn gleich wieder verloren. Und vor den beiden Gegentoren waren es jeweils Ballverluste, die gegen jeden Gegner nicht passieren dürfen.“ Aber zum Glück spielt man nur zweimal pro Saison gegen die Bayern, sodass sich der Fokus schon wieder auf den nächsten Gegner richtet. Deswegen nahm Trainer Baum mit seiner Mannschaft noch in der Kabine eine Analyse der Partie vor, am heutigen Sonntag wird die Partie dann final besprochen, sodass ab nächster Woche die Vorbereitung auf Wolfsburg steht. Für Baum hatte die Partie gegen den FC Bayern dann aber doch etwas Gutes: Der Fußballlehrer fuhr nicht mit der Mannschaft zurück, sondern blieb gleich bei der Familie in der Landeshauptstadt.