Boxen: Tina Rupprecht will am 2. Dezember den WM-Titel

Fitter als jemals zuvor. Bis nach Russland ist Tina Rupprecht gereist, um sich auf ihren kommenden Titelkampf am 2. Dezember vorzubereiten.

Bis nach Russland gereist

Weil es in ihrer Gewichtsklasse, dem Minimumweight, nur wenig mögliche Sparringsgegnerinnen gibt, musste die 25-Jährige die weite Strecke auf sich nehmen, um sich – wie im Filmklassiker Rockys – in Russland auf den WM-Fight vorzubereiten.
Am Samstag tritt die Augsburgerin in Kühbach in den Ring und kämpft um den WBC-Interims-Weltmeistertitel gegen die Französin Anna Sophie Da Costa. „Die ist zwar zehn Jahre älter, hat aber auch mehr Erfahrung als ich“, weiß Rupprecht. Der Respekt ist da, aber die 25-Jährige weiß auch, welche Stärke sie selbst hat. „Ich bin gut vorbereitet, weil es in meinem Lehramtsstudium etwas ruhiger zuging, konnte ich mich mehr aufs Training konzentrieren. Ich würde sage, ich bin fitter als jemals zuvor.“


Rund 1000 Zuschauer werden in der Arena des TSV Kühbach erwartet, Karten sind sowohl an der Abendkasse wie auch online unter www.haan-promotion.com erhältlich. „Ich hoffe natürlich auf eine möglichst große Unterstützung. Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer eine tolle Show sehen werden – hoffentlich mit dem Sieg für mich.“ Eines möchte Rupprecht betonen: „Die Gegnerin ist kein Fallobst!“ Viele Videos habe Rupprecht nicht von ihrer Gegnerin gesehen, stattdessen konzentriert sie sich lieber auf ihre eigene Stärke – und auf die Worte von Trainer Alexander Haan. Der analysierte bereits die Französin, gibt vorab wichtige Tipps und hilft auch im Ring. „Ich versuche immer ihn zu hören und mich auf seine Stimme zu konzentrieren. Er sagt, was ich anders machen müsste.“


Bislang scheint die Arbeit zu fruchten, denn Rupprechts Erfolgsweg ist eng mit dem Plan Haans verbunden. Zwei Titel holten sie bereits, der dritte soll folgen. Und danach? Dann könnte tatsächlich der Mega-Fight gegen die Weltmeisterin aus Japan anstehen. Würde Rupprecht gewinnen, wäre sie die erste Herausforderin und hätte ein Anrecht auf den WM-Kampf. Dazu würde es passen, dass sie im kommenden Jahr das Referendariat pausieren lassen möchte, um sich voll und ganz auf den Sport zu konzentrieren. Doch bevor der zweite Schritt gemacht wird, muss erst einmal der erste getan werden. Unterstützung erfährt Rupprecht dabei auch aus ihrem Familien- und Freundeskreis. Ihr Freund Tobias wird ebenso am Ring mitfiebern, wie auch die ein oder anderen Studiumskollegen. „Tina, Tina“ wird es dann hallen – vielleicht ja auch mit dem neu gewonnenen WM-Gürtel.
Übrigens ist der Kampf von Tina Rupprecht nicht der einzige Fight von Haan Promition. Roman Hardok, ebenfalls aus Augsburg, kämpft um die deutsche Interimsmeisterschaft im Supermittelgewicht. Sein Gegner ist Jakob Jakobi aus Neumünster. Weitere Fights runden das Programm ab.